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Im
Sommer 1999 wurde ihre Vision, ein Heim für behinderte Kinder
zu schaffen, konkret: In T.G. Doddi Jageri, ca. 120km bzw. 3
Autostunden südlich von Bangalore konnte sie zwei Hektar Land
erwerben. Gleichzeitig wurde mit der Gründung des Jeevan Jyothi Trust
(neues Licht) die in Indien erforderliche Rechtsform geschaffen. In
unglaublich kurzer Zeit entstanden die Hauptbauten (s. Photo),
welche zusammen einen kleinen Innenhof bilden: Kinderhaus, Küche, mit
zwei weiteren Zimmern, Waschküche sowie mehrere Nebenbauten
ausserhalb: Haus für die Angestellten, Office, Schulklasse, Gästehaus,
Kapelle, Kuhstall. Im November 2000 wurde das Olivia Home
eröffnet.
Die
Kinder stammen aus Waisenhäusern, wurden von der Polizei auf der
Strasse aufgegriffen und nach T.G. Doddi gebracht oder von ihren
Eltern, die sie nicht betreuen wollen/können, abgegeben. Heute leben
16 Mädchen und Jungs im Olivia Home. Die Kinder sind zum grossen Teil
schwerst behindert und das einzige was man für sie tun kann, ist ihnen
ein zu Hause, liebevolle Betreuung und bestmögliche medizinische
Betreuung zu gewährleisten.
Periodisch werden die Kinder von einem Kinderarzt aus der Region
untersucht und behandelt. Spezielle Therapien und Untersuchungen
müssen jedoch in der Stadt gemacht werden. Diese Reisen sind für
manche unserer Kinder mit grossem Stress und enormen körperlichen und
psychischen Anstrengungen verbunden. Dies müssen wir ändern und
deshalb haben wir verschiedene Projekte, die es zu realisieren gilt.
Zurzeit besuchen zwei Kollegeabgängerinnen aus der Region für ein Jahr
die Hilfsschwesternschule in der Stadt. Anschliessend werden sie ein
weiteres Jahr speziell in der Betreuung körperlich und geistig
behinderter Kinder ausgebildet. Besonderes Gewicht wird auf die
Physiotherapie gelegt, die unseren Kindern helfen kann, das
grösstmögliche Mass an Beweglichkeit zu erlangen. Weiter möchten wir
ein Fahrzeug anschaffen, das für den Behindertentransport geeignet
ist. Eine kleine Stadtwohnung, in der die Kinder mit ihren
Betreuerinnen während der Therapie in der Stadt wohnen können, würde
auch eine grosse Erleichterung bedeuten.
All das
konnte und kann Dank Patenschaften und Spenden realisiert werden.
Edith
Stecher lebt in Olivia. Sie leitet und überwacht alle Projekte, die
aus Spendengeldern finanziert werden.
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